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Methoden der
Ausbildung 1

Methoden der
Ausbildung 2

Methoden der
Ausbildung 3

Methoden der
Ausbildung 5

Die Auswahl des
Auszubildenden

Der Ausbilder
als Teamentwickler

Der Ausbilder
als Mitarbeiter-
entwickler

Der Ausbilder
als Konflikt-
moderator

Der Ausbilder
als Problemlöser

Der Ausbilder -
mehr als nur
'Lehrer'

Mehr Zeit für
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Wie wähle ich
den 'richtigen'
Auszubildenden

Literatur-
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"Methoden in der Ausbildung - oder: Von Lust und Frust des Auszubildenden mit seinem Ausbilder"

TEIL  5 
Zusammenfassung und Ausblick

von Stephan Möller

 

In den zurückliegenden Artikeln dieser Serie wurde eine Reihe von Methoden (Vier-Stufen-Methode, Projektmethode, Leittextmethode) dargestellt, ihre Wirkung im Ausbildungsprozeß unter die Lupe genommen, Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt und Einsatzmöglichkeiten diskutiert. Dabei sind natürlich eine Vielzahl von Methoden nicht explizit ausführlich betrachtet worden: Exkursionen, Fallstudien, Einsatz von Lehrmedien wie Video, CD-Rom-Anwendungen, Diasammlungen etc, Vormachen/Beobachtung, Lehrgespräche, Selbststudium, Vorträge usw..

Die Frage, die sich aufdrängt, ist natürlich: "Was fange ich mit der Vielzahl der Methoden an? Welche Methode ist für welches Vorhaben die geeignete?" Eine einfache Frage, die sich leider jedoch nicht so einfach beantworten läßt. Eines muß bei der Wahl der Methode jedem Ausbilder klar sein:


Für die Wahl der Methode sind viele Faktoren von entscheidender Bedeutung.

Bausteine zur Methodenwahl

Abb. Bausteine zur Methodenwahl


Wann immer ich einen Ausbildungsschritt vornehme, muß ich mir bewußt werden über jeden einzelnen Baustein:

a) Ausbilder: Wie ist mein Verhältnis zum Ausbildungsinhalt?
Was kann ich leisten, was nicht?
Welche Methode liegt mir?
Wo liegen meine Grenzen (inhaltlich und methodisch)?
Mit welchen Schwierigkeiten muß ich rechnen?
Wer ist ggf. besser geeignet?
b) Auszubildender: Was wird an Wissen/Vorerfahrung mitgebracht?
Was sind die Stärken und Schwächen des Auszubildenden?
Welche Neigungen/Interessen bringt der Auszubildende mit?
Wie lernt der Auszubildende am besten?
Welche Methoden haben sich bei dem Auszubildenden bewährt?
Womit ist der Auszubildende noch nicht konfrontiert worden?
Wie viele Auszubildende nehmen an diesem Ausbildungsvorhaben teil?
c) Thema: Um welchen Ausbildungsinhalt geht es?
Wie schränkt das Thema die Methodenwahl ein?
Wie groß ist der zu vermittelnde Umfang?
Welche Aspekte müssen berücksichtigt werden?
Welche Querverbindungen zu anderen Themen bieten sich an?
d) Ziel: Was will ich erreichen (inhaltlich oder/und verhaltensbezogen)?
Wie ist das Ziel mit dem Inhalt vereinbar?
Wie ist das Ziel mit der Ausbildungsverordnung vereinbar?
Kann das Ziel realistisch erreicht werden?
Ist es eine Wiederholung oder ein erster Schritt?
e) Zeit: Ist der gewählte Zeitpunkt geeignet?
Reicht die verfügbare Zeit aus?
Welche Zeitbedarf muß ich insgesamt einplanen?
Wie ist die Zeit sinnvoll zu strukturieren?
In welchem Umfang ist mit ‚Zeitraub' z.B. durch Störungen zu rechnen?
Ist das Ausbildungsvorhaben in Teilen oder an einem Stück zu vermitteln?
Was sind die zeitgleich an der Berufsschule vermittelten Inhalte und ergänzen sich diese möglicherweise mit meinem Ausbildungsvorhaben?
Ist der Zeitaufwand betriebswirtschaftlich vertretbar?
f) Ort: Welcher Ausbildungsort ist für mein Vorhaben geeignet?
Kann die Ausbildung bei widrigen Witterungseinflüssen anderorts durchgeführt werden?
Steht genug Platz zur Verfügung und ist dies in der Praxis realistisch?
g) Ausbildungsmittel: Welche Ausbildungsmittel stehen mir zur Verfügung?
Welche Ausbildungsmittel benötige ich im Idealfall?
Bin ich mit der Handhabung dieser Ausbildungsmittel vertraut?
Welche Ausbildungsmittel muß ich mir beschaffen?
Sind die Ausbildungsmittel wirklich erforderlich oder geht es auch anders/einfacher?

Mit der Beantwortung dieser Fragen erschließt sich mir zunehmend die Entscheidung für oder gegen eine Methode? Es ist jedoch eines dabei von herausragender Bedeutung und die Vielzahl der oben dargestellten Fragenstellungen verdeutlicht dies auch:


Ohne über mein Ausbildungsvorhaben gründlich nachzudenken und dieses sauber zu planen geht es nicht!


Eines ist jedoch klar: es gibt nicht die Methode, die immer und jederzeit die beste ist. Eingefahrene Vorgehensweisen und Methoden sind demotivieren und reißen insbesondere die heutige Generation von Auszubildenden nicht mehr vom Hocker. Schon aus diesem Grund ist es mit den Worten des Herrn Schaack (AusbilderInfo, Heft 3/99) zu sagen:


"Der Methoden-Mix bringt's".


Die Flexibilität des Ausbilders, der dafür notwendige Freiraum durch die Unternehmensleitung und das erforderliche Vertrauen in den guten Willen aller Beteiligten sind letzten Endes die entscheidenden Grundlagen für das Gelingen eines einzelnen Ausbildungsvorhabens oder der gesamten Ausbildung. Dabei ist beste Voraussetzung die Bereitschaft zur Veränderung:


"Erschrecken wir nicht,
anders zu denken,
anders zu sein,
die Dinge einmal anders anzupacken,
anders zu reden,
anders zu schreiben,
einen neuen Ton in den Umgang mit anderen zu bringen,
kurz NEUES zu tun."

(Emil Oesch)



Ich wünsche Ihnen viel Spaß, motivierte Auszubildende und die Bereitschaft zur Veränderung mit einem langem Atem.

 

Erschienen in Ausbilder-INFO Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Heft 4/1999

 

 

 

 
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